Berufslehre Solarinstallateur:in EFZ – Mael berichtet aus seiner Solarlehre

Mael Graf ist im zweiten Lehrjahr der dreijährigen Ausbildung zum Solarinstallateur EFZ. Der 17-Jährige arbeitet dort, wo andere nur selten stehen: auf den Dächern im Berner Seeland.

An einem klaren Herbstmorgen steht Mael Graf auf einem Flachdach in Lengnau im Berner Seeland, wo er mit seinem Team eine Solaranlage montiert. Der 17-Jährige ist konzentriert, wenn er mit geübten Handgriffen die Grundkonstruktion fixiert. «Ich war in mehreren Berufen schnuppern», erzählt er später. «Aber hier bei der GLB Seeland hat einfach alles gepasst – die Arbeit, das Team, das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun.»

Die GLB ist ein Bauunternehmen mit sechs Standorten in der Deutschschweiz und somit eine grosse Arbeitgeberin. Seit 2024 bildet sie nebst anderen Lehrberufen nun auch Solarinstallateurinnen und Solarinstallateure aus.  

Mael gehört zur zweiten Generation Lernender im neuen Beruf Solarinstallateur:in EFZ. Die Lehre verbindet handwerkliche Arbeit mit Technik und Energie. Dass er sich schon bald nach Lehrstart auf dem Dach wohlfühlte, war nicht selbstverständlich: «Am Anfang musste ich mich erst zurechtfinden. Aber mit der Zeit wird man sicherer – und irgendwann läuft es einfach.»

Zwischen Dach und Schule – Ausbildung in der Solarlehre

Mael besucht einmal pro Woche die Technische Fachschule Bern. «Im ersten Lehrjahr ging es vor allem darum, die Abläufe auf der Baustelle zu verstehen», erklärt Mael. «Jetzt, im zweiten Jahr, lernen wir mehr über die Solarmontage – zum Beispiel über die verschiedenen Dacharten oder die Unterkonstruktionen. Im überbetrieblichen Kurs in Uzwil haben wir zuletzt eine Indach-Anlage auf einem Steildach gebaut.»

Das Bildungszentrum Polybau in Uzwil bildet Lernende aus, die nicht in Bern zuhause sind. Die überbetrieblichen Kurse finden dort blockweise statt.

Mit jedem Projekt wachse die Routine, sagt er: «Am Anfang weiss man nicht, was wohin gehört oder wie man den Montagewagen richtig lädt. Aber mit der Zeit lernt man das und merkt, wie man selbstständiger wird.»

Handwerk und Sinn im Beruf Solarinstallateur:in EFZ

Für Mael zählt vor allem der Alltag auf dem Dach. «Man muss gut miteinander kommunizieren. Wenn die Stimmung im Team stimmt, macht alles mehr Spass», sagt er. Er schätzt die Mischung aus körperlicher Arbeit und technischem Denken: «Ich habe nebst der Montage auch schon mit der Hebebühne gearbeitet und Solaranlagen gewartet. Meine Tage sind abwechslungsreich. Und man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat.»

Zukunftsaussichten in der Solarbranche

Ob der Beruf für ihn Zukunft hat? «Auf jeden Fall», sagt er. «Es braucht viele Leute, die Solaranlagen bauen. Nach der Lehre will ich wahrscheinlich die Berufsmaturität machen und mich weiterbilden.» Dass er sich dabei jeden Tag ein Stück weiterentwickelt, merkt man ihm an – auf dem Dach wie auch im Gespräch.

Der Beruf Solarinstallateur:in EFZ ist noch jung und gewinnt im Zuge des Ausbaus erneuerbarer Energien in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Die Solarlehre bietet eine praxisnahe Ausbildung in einer Branche mit langfristigen Perspektiven.

Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr über die Lehre als Solarinstallateur:in EFZ.

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